Archiv fuer August 2009
Heiden der geheime Hauptort des Kanton AR
Auf einer Sonnenterrasse, hoch über dem Bodensee, eingebettet in die Hügellandschaft des Appenzeller Vorderlandes, liegt der wunderschöne Kurort und der geheime Hauptort des Appenzellerlandes, die Gemeinde Heiden.
Schon im letzten Jahrhundert suchten unzählige Kur- und Feriengäste die Erholung und Entspannung in Heiden. Heute entwickelt sich Heiden mit seinen Kurbetrieben immer mehr zum modernen saisonunabhängigen Kurort.
Verkehrsmässig liegt Heiden sehr konfortabel. Die Bergbahn Rorschach-Heiden, eine Zahnradbahn mit Normalspur schaft die Verbindung zu den grossen Durchgangslinien Zürich- St. Margrethen und Zürich – München, acht Postautolinien führen praktisch sternförmig in alle Himmelsrichtungen.
Neben zahlreichen Gastronomiebetrieben und einzigartiken Museen wie z.B. das Dunant-Museum bietet Heiden auch viele Möglichkeiten zu sportlichen Aktiviäten. Der äussert beliebte Kurort ist bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
Appenzellerland
Das schöne Appenzellerland begeistert hauptsächlich wegen seinen vielen Hügeln und einer unvergleichbaren Landschaft. Jahr für Jahr zieht es deshalb immer mehr Urlauber dorthin. Touristen, die ihren Urlaub hier verbringen wollen, suchen keine Hitzewellen wie in Ägypten und auch keinen Stress wie zum Beispiel bei den unzähligen Touristen auf Mallorca. Sie suchen nach Ruhe, Entspannung und Geborgenheit. Es gibt nur sehr wenige Regionen auf dieser Welt, die eine wirklich schöne Natur und dazu ein angenehmes Wetter bieten können. Darüber hinaus gibt es im Appenzellerland unzählige verschiedene Unterkünfte zu vergleichbar günstigen Preisen. Was für viele auch wichtig zu wissen ist: Appenzellerland bedeutet Urlaub mit Niveau. Man wird dort also kein Saufgelage wie in manch anderer Urlaubsregion finden. Wer ein Urlaub im Appenzellerland verbringen möchte, darf sich auf einen rundum schönen und problemlosen Aufenthalt in einer der vielen Hotels, Gaststätten oder Ferienwohnungen freuen.
Hauptsächlich ist das Appenzellerland für seine vielen Wanderwege und die wunderbare Natur bekannt. So kann man in seinem Urlaub dort beispielsweise über Hügel wandern, auf eine der vielen Wiesen entspannen oder einfach nur die gesunde Landluft geniessen. Man sollte vom Appenzellerland allerdings keinen falschen Eindruck bekommen. Es herrscht nämlich keinesfalls nur Ruhe und Entspannung, sondern damit auch jedes Familienmitglied auf seine Kosten kommt, gibt es im Appenzellerland einige Attraktionen zu entdecken. Vor allem die Gastronomie geniesst in der Region einen besonders guten Ruf, weil es ein grosses Angebot an verschiedenen Restaurants, Bars und Cafés gibt, wo man rundum verwöhnt wird. Auch die Hotels und Ferienwohnungen sind im Appenzellerland dafür bekannt, sehr gemütlich eingerichtet und dabei durchaus preiswert zu sein.
Ein Urlaub im Appenzellerland ist vor allem für alle Freunde des Sports optimal geeignet. Besonders verbreitet ist das Nordic Walking, Wandern, Golf und das Biken. Aktivitäten in der Familie werden übrigens gross geschrieben. Im Appenzellerland gibt es unzählige Möglichkeiten sich mit seiner Familie zu beschäftigen. Es bietet sich zum Beispiel an, eine gemeinsame Wanderung mit der ganzen Familie zu unternehmen. Dabei lernen alle das bezaubernde Landschaftsbild näher kennen und haben die Möglichkeit, viel zu erleben. In Zeiten der weltweiten Finanzkrise, wo auch das Budget für den Urlaub immer enger ausfällt, überlegen sich vor allem Familien immer genauer, ob der Urlaub wirklich im fernen Süden gemacht werden muss. Ein Urlaub im Appenzellerland ist vor allem eines: bezahlbar. Natürlich sollte man sich trotzdem nicht für die günstigste Unterkunft entscheiden, damit es auch wirklich ein problemloser Urlaub wird.
Gemeinde Hundwil
Hundwil ist mit 24 km2 nach Urnäsch und Herisau die drittgrösste Gemeinde des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Mit ihrer langen, schmalen Form erstreckt sie sich in nord-südlicher Richtung vom Säntisgipfel mit einer Länge von mehr als 12 km über die Schwägalp und die Hundwilerhöhe zum im Norden der Gemeinde auf rund 790 Meter ü. M. gelegenen Dorf. So gehören zum Beispiel auch das appenzellische Stein und Wildhaus im Toggenburg zu den Nachbarn.
Hundwil ein wunderschönes Dorf mit viel Appenzeller Tradition. Ein Besuch lohnt sich auf jedenfall.
Webseite: http://www.hundwil.ch
Grub AR – Einfach schön!
Einzigartige Lage und einmalige Lage
Hoch über dem Bodensee auf 815 m ü. M., eingebettet zwischen den bewaldeten Höhenzügen des Kaiens (1114 m ü. M.) und des Fünfländerblickes (900 m ü. M.) liegt das Dorf Grub AR. Durch grüne, sanfte Wiesen windet sich der Mattenbach, der das Appenzellische Grub vom St. Gallischen trennt. Gegen Osten öffnet sich das Tal und gibt den Blick frei ins Rheintal und auf den Bodensee mit den beiden Städten Bregenz (Österreich) und Lindau (Deutschland).
Am Puls der Zeit
Grub verfügt über eine zeitgemäss und vollständige Ortsplanung. Um als Wohn- und Arbeitsort attraktiver zu werden und die Gemeinde aktiv weiter zu entwickeln, überarbeitet eine Planungskommission unter Leitung von Gemeindepräsidentin Erika Streuli die Instrumente der Ortsplanung. Dabei geht es nicht um eine grundsätzliche Neukonzeption. Vielmehr sollen aufgrund der bisherigen Erfahrungen, von Vorstellungen des Gemeinderates und der Planungskommission sowie neuen Bedürfnissen der Bevölkerung, des Gewerbes und der Landwirtschaft die künftige Ausrichtung der Gemeindeentwicklung neu festgesetzt werden.
Umfangreiches und attraktives Freizeit-Angebot
Grub AR bietet den Gästen in allen vier Jahreszeiten die Möglichkeit, erholsame oder sportliche Ferien zu verbringen. Dazu steht Ihnen eine leistungsfähige Infrastruktur wie z.B. das Mineral- und Heilbad Unterrechstein, das Naturfreundehaus am Kaien, schöne Wanderwege, attraktive Mountainbikestrecken und im Winter der Skilift am Kaienhang zur Verfügung.
Quelle www.grub.ch
Appenzell, Hauptort des Kantons Appenzell-Innerrhoden
Urgeschichte 40 v. Chr. – 30 v. Chr.
Die ersten menschlichen Funde im Appenzellerland gehen auf die wärmere Zwischeneiszeit, d. h. auf die Jahre 40′000 bis 30′000 v. Chr. zurück. Bei Grabungen in dem in der Südostwand des Ebenalpstocks gelegenen Wildkirchli wurden nicht nur Bärenknochen gefunden, sondern auch bearbeitete Steine aus dem Weissbach-Schwende-Tal, welche Menschen zu jener Stelle hinaufgetragen haben müssen.
Die ältesten menschlichen Werkzeugfunde gehen auf die Bronzezeit zurück. Im Gebiet von Appenzell sind dies zwei Bronzebeile, die in den Forren zwischen Appenzell und Weissbad gefunden wurden und in die Zeit von etwa 1200 bis 1100 v. Chr. zu datieren sind. Da auch das St. Galler Rheintal bronzezeitliche Funde aufweist ist es möglich, dass diese Beile aus dem Rheintal kommen.
Gleichwohl lässt sich aus den zufälligen und spärlichen Funden nicht auf eine urzeitliche Siedlung im Appenzellerland schliessen. Vielmehr ist anzunehmen, dass Appenzell von den Wanderungen der Urzeit kaum berührt wurde. Es handelte sich somit um ein eigentliches Niemandsland zwischen den keltischen und rätisch-illyrischen Völkern.
Auch die Erschliessung des schweizerischen Mittellandes durch die Römer erfasste das Appenzellerland kaum, denn die wichtigsten Römerstrassen umgingen den Alpstein. Hingegen dürften in spätrömischer Zeit verschiedene Alpen von zu den Rätiern gehörenden Rheintalern bestossen worden sein.
Die eigene Pfarrei Appenzell 700 – 1400
1071 hatte das neu besiedelte Land des Talkessels von Appenzell ein genügend grosses Ausmass erreicht, so dass eine eigene Pfarrei gebildet werden konnte.
Im ältesten Messbuch ist eine Abschrift der Stiftungsurkunde enthalten, in welcher es heisst, dass Abt Norbert von St. Gallen im Neubruchland, das man «Abbacella» nenne, eine Kirche gegründet habe. Der Begriff ist dabei nicht wörtlich als «Zelle des Abtes» zu verstehen, sondern als ein Gutshof mit Speicher und Vorratsräumen. Die Bauern mussten diesem Hof gegenüber Abgaben entrichten, so wie es gegenüber einem Grundherrn üblich war.
Gründe der Landteilung 1514 – 1597
Die Auseinandersetzung zwischen Reformation und Gegenreformation spielte sich nicht etwa isoliert innerhalb der appenzellischen Rhoden ab, sie war vielmehr Ausdruck der Spaltung der gesamten Schweiz. Den katholischen Orten ging es um eine Behauptung der gesamteidgenössischen Stellung, da sie seit dem Zweiten Kappeler Krieg 1531 gegenüber den protestantischen Orten nur noch eine knappe Mehrheit hinter sich hatten. Um diese zu verstärken war ihnen an einem Beitritt Appenzells zum Sold- und Militärbündnis gelegen, welches sie 1587 mit dem katholischen Spanien geschlossen hatten. Aufgrund des mehrjährigen Ausbleibens der für den Staatshaushalt wichtigen französischen Bündnisgelder und Pensionen sowie der Hoffnung, mit den spanischen Soldzahlungen besser zu fahren, befürworteten die Regierungsleute in Appenzell den Vertrag. Dabei stiessen sie aber auf den Widerstand der äusseren Rhoden, die mit den protestantischen Orten in Kontakt standen und infolge der wirtschaftlich engeren Einbindung in das st. gallische Leinwandgewerbe finanziell unabhängiger waren.
Räumliche Gliederung 1872 – 2003
Rhoden
Ursprünglich war das Appenzellerland seit der Besiedlung in gemeindeähnliche Gebiete, die sog. Rhoden eingeteilt. Diese umfassten somit die Bewohner eines bestimmten Gebiets.
Als aber später Rhodsleute ihren Wohnort wechselten, gehörten sie trotzdem weiterhin der angestammten Rhode an. Diese Regelung blieb während Jahrhunderten in Kraft und führte erst im neuen Bundesstaat der Schweiz nach 1848 zu Schwierigkeiten, denn nach eidgenössischen Recht kamen die vollen Rechte in Gemeindeangelegenheiten auch niedergelassenen Bürgern aus anderen Kantonen zu.
Mit der Annahme der Kantonsverfassung von 1872 wurde diesem Recht Rechnung getragen. Die Rhoden büssten ihre bisherige Bedeutung als Wahlkreise und militärische Einheiten ein. Heute bestehen sie nur noch als geschichtsbewusste Gruppe der Körperschaften, die ihre Versammlungen jeweils im Anschluss an die Landsgemeinde durchführen.
An ihre Stelle traten die Bezirke:
An die Stelle der Rhoden traten mit der neuen Kantonsverfassung die sechs Bezirke Appenzell, Gonten, Rüte, Schwende, Schlatt-Haslen und Oberegg.
Diese Bezirke entsprechen teilweise den Einwohnergemeinden in anderen Kantonen. Sie sind aber nie so selbständig wie es üblicherweise für eine Gemeinde zutrifft. Sie bilden jeweils eigene Wahlkreise für die Bezirksräte, welche bis vor Kurzem gleichzeitig dem Grossen Rat angehörten, die Bezirksrichter, Vermittler und Revisoren. Sie regeln vor allem das Polizei- und Strassenwesen. Zudem sind sie, mit gewissen Ausnahmen in den Bezirken Appenzell, Rüte und Schwende, auch für die Baubewilligungsverfahren und die Bauaufsicht zuständig.
Inneres Land
Bezüglich der anderen, für eine Gemeinde sonst typischen Aufgaben war in Appenzell Innerrhoden, mit Ausnahme des Bezirks Oberegg, bis vor zwei Jahren der Kanton oder das sog. Innere Land zuständig. Letzteres bildete einen jeweils eigenen Kreis für das Gerichts- sowie für das Grundbuch-, Vormundschafts-, Erbschafts-, Zivilstands-, Zivilschutz- und Fürsorgewesen, wobei die entsprechenden Aufgaben vom Kanton direkt wahrgenommen wurden.
Spezialgemeinden
Neben dem Kanton, den zwei getrennten Verwaltungsorganisationen Inneres und Äusseres Land sowie den sechs Bezirken bestehen in Innerrhoden verschiedene Spezialgemeinden, die oft einen abweichenden Grenzverlauf aufweisen. Dazu zählen insbesondere die Kirch- und Schulgemeinden, die Mendlegemeinden sowie die Feuerschau, auch Dunke genannt. In dieser ist der erweiterte Dorfkreis Appenzell, welcher zu den Bezirken Appenzell, Rüte und Schwende gehört, vereinigt. Sie besteht seit dem 16. Jahrhundert und übt in ihrem Gebiet, anstelle der Bezirke, die Bau- und Feuerpolizei aus. Im Weiteren ist sie für die Feuerwehr sowie die Wasser- und Energieversorgung zuständig.
Insgesamt sind somit die politischen Strukturen – trotz der kürzlich erfolgten Auflösung des Inneren Landes – in Innerrhoden nach wie vor kompliziert und in der geschichtlichen Entwicklung der Kirchhöri, der Rhoden und der verschiedenen Einzelgemeinden begründet.
Von der zur Zeit immer noch laufenden Reorganisation, sei dies nun durch die Zusammenfassung der fünf Bezirke des Inneren Landes zu einer einzigen Gemeinde oder aber im Gegenteil durch die Aufwertung der Bezirke zu Vollgemeinden mit eigener Selbstverwaltung, ist auf jeden Fall, so oder so, eine weitere Bereinigung zu erwarten.
Appenzeller Handstickerei
Ab Mitte des 20. Jahrhunderts war Appenzell Innerrhoden für seine Handstickereien bekannt. Noch heute wir diese Kunstart von Appenzellerfrauen ausgeübt.



