Appenzeller Archiv

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Archiv fuer September 2009

Das natürliche und naturnahe Appenzellerland ist die Region für Gesundheit.

Schröpfen - Naturheilmedizin
Die heutige Naturheilkunde basiert noch immer auf überliefertem Wissen aus frühester Zeit. Im Mittelalter wo noch Hexen lebten, fahrende Völker unterwegs waren, gab es Bader die Leute be-handelten. Heute sind dies Naturärzte. Der früher praktizierte Aderlass bei fast allen Krankheiten angewendet, dient auch heute noch, in „moderner“ Form dem Menschen „Dampf“ abzulassen. Denken wir ans heutige Blutspenden so ist dies aus der Sicht der Naturheilkunde ein „Ausleiten an Zuviel“ aus dem Körper. Heute kann der Saft, sprich Blut, weiterverwendet werden. Früher diente er dem Zwecke, schlechte und krankmachende Energie aus dem Körper abzuleiten. Schröpfen ist ebenfalls eine alte, durch die moderne Medizin teils in Vergessenheit geratene Methode, welche aber den Weg zurück findet. Heilpraktiker und naturheilkundlich orientierte Ärzte wenden das Schröpfen wieder an.

Schröpfen ist eine uralte Behandlungsform, eine unspezifische Reiztherapie, die dem Aderlass und der Blutegelbehandlung ähnlich sind.

Ausführung: Es gibt zwei Methoden des Schröpfens: das unblutige „trockene” und das blutige Schröpfen. Beim unblutigen Schröpfen werden dem Patienten kleine Glasglocken (Schröpfköpfe) auf bestimmte Hautreflexzonen an Rücken oder Bauch aufgesetzt. Da die Schröpfköpfe zuvor luftleer gepumpt wurden, saugen sie sich sofort auf der Haut fest und ziehen Haut und Gewebe durch den Unterdruck etwas in das Glas hinein. Die Hautstellen im Glas färben sich blaurot, was auf eine Blutansammlung schliessen Iässt. Die Schröpfköpfe haften bis zu 30 Minuten (bei Kindern weniger) auf der Haut, dann werden sie entfernt. Zurück bleiben kleine Blutergüsse, die nach we-nigen Tagen verschwinden und keine Schmerzen bereiten.

Wirkungsweise: Schröpfen ist eine Methode zum Ableiten, Ausleiten und Umstimmen. Mit der Schröpftherapie lassen sich über Hautareale innere Organe beeinflussen, entlasten oder den ge-samten Organismus anregen.

Schröpfen kann auch das Immunsystem stärken. Dies ist sehr hilfreich im Hinblick auf den Herbst, den Winter und die Grippezeit…

Als vorbeugende Massnahme im Winter, gegen den Frühjahres-Heuschnupfen, ist schröpfen ebenfalls empfehlenswert.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen jederzeit gerne
Cornelia Krapf-Rütimann, kant. appr. Heilpraktikerin/Naturärztin
Naturheilpraxis sportivo

Naturheilkunde im Appenzellerland

Naturheilmittel
Das Appenzellerland gehört zu den Geburtstätten der Naturheilkunde. Seit Menschengedenken wussten die Leute den Umgang mit Kräutern zu nutzen und im Leben im Einklang mit der Natur zu sein. Im Appenzellerland können nebst der florierenden Heilkunde ausgiebige Spaziergänge entlang von tosenden Wasserfällen unternommen werden, ein „relaxen“ im Moorbad, das geniessen von Molke frisch vom Bauern oder das Gehen im Wasser nach Sebastian Kneipp.

Die Hügellandschaft vom Säntis bis zum Bodensee hat heute noch viel zu bieten. Viele Orte dienen der Erholung vor allem in diversen Gesundheitshotels, Reha-Kliniken und Heilpraktiker-Praxen.

Die heutigen Naturärzte durchlaufen ein Studium und schliessen mit kantonal anerkannten Prüfun-gen ab. Jährlich finden Praxisinspektionen statt, welche für eine hohe Qualität bürgen. Vertrauen auch Sie sich einem Naturarzt/in an.

Appenzeller Viehschau – Tradition der Bauern

Viehschau fast sämtliche Mitglieder der Viehgenossenschaften treffen sich zwischen Mitte September und Mitte Oktober, um einen ganz besonderen Brauch durchzuführen, die sogenannte Viehschau.

Man kann sich diese Viehschau in etwa so vorstellen, dass die Bauern entweder die Strassen mit Allem, was für eine Alpenfahrt benötigt wird, befahren oder das Vieh durch die Strassen der Appenzeller Dörfer treiben. Auf dem Schauplatz trifft man sich anschliessend zu einem Wettbewerb.

Bei diesem Wettbewerb geht es darum, das schönste Tier zu suchen. Dazu gibt es eine Jury, die verschiedene Kriterien beurteilt. Nach dem Wettkampf ist jeder noch eingeladen, kräftig zu tanzen und zu singen.

Geniessen Sie es… das ist ein Besuch Wert!

Säntis der Berg – Appenzeller Haus Berg

Säntis der Berg - Appenzellerland und die Säntisbahn
Die Menschen im Appenzellerland sind stolz auf ihren Säntis und der hochmodernen Säntisbahn. Mit rund 2500 Meter Höhe ist der Säntis der höchste Berg im Alpstein. Mithilfe der Säntisbahn ist es ohne Probleme möglich, schnell und einfach auf den Berg zu kommen und die wunderbare Aussicht im vollen zu geniessen. Es gibt nicht viele andere Berge, die derartige Ausblicke ermöglichen. Auf dem Säntis treffen drei Kantone zusammen. Es handelt sich dabei um Ausserrhoden, Appenzell und St. Gallen. Der Säntis steht auf der europaweiten Liste der höchsten Berge zwar nur an 29. Stelle, trotzdem ist ein Besuch auf der Spitze des Bergs auf jeden Fall eine Reise wert.

Nirgends sonst bietet sich ein solch toller Ausblick auf die weiten Landschaften und Städte vom Appenzellerland. Ein weiterer Pluspunkt ist die sehr gute Lage des Bergs. Auf dem Säntis herrschen nämlich wegen einer exponierten Lage extreme Wetterbedingungen. Das ständig wechselnde Wetter hat zur Folge, dass man beim Aufstieg auf den Berg zwar vorsichtig sein sollte, trotzdem jede Menge Abenteuer vor sich hat. Im Gegensatz zu anderen Bergen ist auf dem Säntis nämlich richtig was los. Aber natürlich gibt es auch dort einige ruhigen „Ecken“, in denen man in aller Ruhe die unvergleichbar schöne Aussicht nach unten geniessen kann. Die mittlere Temperatur beträgt auf dem Säntis übrigens ungefähr – 1,9%. Wegen der optimalen Lage wurde bereits 1882 direkt auf dem Berg eine Wetterstation eingerichtet.

Übrigens: Mit etwas Glück kann man den Säntis sogar vom Stuttgarter Fernsehturm (170km Luftlinie) erkennen. Ist man oben angekommen, hat man meist freie Sicht auf Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Schweiz und Lichtenstein. Vor allem für Touristen wurde die Säntisbahn gebaut, die es ermöglicht, innerhalb Kürze fast an die Spitze des Berges zu gelangen.

Die Säntisbahn ist seit 1910 in vier unterschiedliche Sektionen aufgeteilt. Es handelt sich dabei um die Talstrecke Appenzell-Wasserauen und Bergstrecken Wasserauen-Seealp, Seealp-Meglisalp bzw. Meglisalp-Säntis. Die Bahn verfügt über eine Höchststeigung von 30%. Ohne der Säntisbahn würde es vermutlich ein Grossteil der Touristen vorziehen, statt Urlaub im Appenzellerland, Urlaub in einer anderen Alpenregion zu machen, da es natürlich nur wenige schaffen würden, den Berg ganz zu erklimmen. Die Säntisbahn hat zwar mehrere Millionen Schweizer Franken gekostet, erfüllt aber schon seit vielen Jahren ihre Aufgabe und ist für alle Touristen eine grosse Attraktion.

Silvesterkläuse – alter Silvester im Appenzellerland

Silvesterkläuse im Appenzellerland
Wie der Name des Brauchs bereits vermuten lässt, findet er an Silvester statt. Man unterscheidet im Appenzellerland zwischen dem „neuen“ (31. Dezember) und „alten“ Silvester (13. Januar). Die Teilnehmer dieses Brauchs sind grösstenteils Männer und Buben, seltener junge Mädchen.

Das Silvesterklausen ist hauptsächlich in den Gemeinden Urnäsch, Herisau, Hundwil, Stein, Waldstatt, Schwellbrunn und Schönengrund bekannt und beliebt. In diesen Gemeinden wird das Silvesterklausen sogar als eindrücklichster Winterbrauch angesehen. Das Silvesterklausen in HundwilSilvesterklausen ist mittlerweile so beliebt, dass es schon Kläuse im Mittelland gibt. Es haben sich mit der Zeit drei unterschiedliche Kläuse herauskristallisiert. Es handelt sich dabei um die „wüeschte“, die „schöne“ und die „Wald- oder Naturkläuse“. Das eigentliche Silvesterklausen beginnt erst in der Morgendämmerung.

Bilder und weitere Impressionen unter: Hörnli-Schuppel

Alpfahrt und Alpabfahrt im Appenzellerland

Appenzeller_Kuehe
Durchgeführt wird dieser Brauch überall an den Zugängen zu den verschiedenen Alpgebieten. Für diesen Brauch gibt es keinen feststehenden Termin, sondern nur eine ungefähre Zeitspanne, in der es üblich ist, ihn durchzuführen.

Ab Ende Mai beginnen die Ersten mit der beliebten Alpfahrt. Doch bevor man sich die Berge herunterstürzen kann, muss man oftmals schon um 3 Uhr in der früh aufstehen, um dann den langen Marsch auf die Alp zu absolvieren.

In der Regel wird dieser Brauch von Bauern und deren Familien durchgeführt. Auch wenn es oftmals nicht gerade angenehm ist, in den Morgenstunden auf die Alp zu laufen, macht es trotzdem den meisten riesen Spass, diesen Brauch jedes Jahr zu wiederholen.

 

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